8 Tipps für Keywords mit wenig Suchvolumen

Keyword-Recherche bei wenig SuchvolumenLesedauer: ca. 4 Min

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Optimierung bei wenig Daten ist schwierig – das beginnt bereits bei den Keywords, welche kaum Suchvolumen haben. Wie das Beste aus Keywords mit wenig Suchvolumen rausgeholt werden kann, um trotzdem erfolgreich zu werben, erfahrt ihr in den folgenden acht Tipps.

Tipp #1: Fokus auf das Produkt/Dienstleistung

Es sollten mehr Keywords mit Fokussierung auf das Produkt aus Kundensicht eingebucht werden. Nehmen wir als Beispiel einen Trekking Rucksack, der automatisch das Gepäck auf die minimale Größe komprimiert. Das Keyword “trekking rucksack gepäck minimierung” hat bei Google kein Suchvolumen. Um trotzdem relevante Keywords einzubuchen, sollte man sich folgende Fragen stellen:

  • Gibt es zum Produkt noch weitere Kategorien oder Unterkategorien? Beispielsweise Reisen mit leichtem Gepäck
  • Können die Keywords durch geographische Zusätze erweitert werden? Beispielsweise Trekking Rucksäcke für Asien, Mount Everest etc.
  • Für wen ist das Produkt geeignet? Beispielsweise Trekking Rucksack für Traveller, für Extrem-Bergsteiger
  • Welche Eigenschaften hat das Produkt, wenn es benutzt wird? Beispielsweise geräumiger Trekking Rucksack
  • Hat das Produkt oder die Dientsleistung beispielsweise auch relevante Synonyme? Beispielsweise Outdoor Rucksack, Wanderrucksack, Reiserucksack etc.

Um die Suchintention der potenziellen Zielgruppe besser zu verstehen, eignen sich auch Amazon Suggest oder einfach das Herumstöbern in Foren.

Tipp #2: Branding nicht vergessen

Das ist wahrscheinlich einer der wichtigsten Punkte. Wenn das Keyword kein Suchvolumen hat, liegt es möglicherweise daran, dass es noch gar nicht bekannt ist, wie auch in unserem Fall. Und wo kein Bedürfnis da ist oder die Bekanntheit fehlt, wird sicher auch keine Suchanfrage ausgelöst. Deshalb ist es wichtig, sich im Funnel auch weiter oben bei der Brand Awareness zu positionieren. Ein Produkt mit wenig Suchvolumen, kann beispielsweise via Display-Kampagnen bekannt gemacht werden. Eine weitere Möglichkeit ist auch das Schalten von Anzeigen in anderen Suchnetzwerken wie Bing oder in sozialen Netzwerken. Je mehr (Such-)Netzwerke verwendet werden, desto höher ist dann die Suchintention nach der Marke in Google. Wenn die Nutzer dann erstmal über den Trekking Rucksack mit automatischer Gepäckminimierung Bescheid wissen, werden die Suchanfragen auch ansteigen.

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Tipp #3: Relevanz beachten

Wichtig für Google ist, dass die gebuchten Keywords und die damit verbundene Anzeige Relevanz für die Zielgruppe und natürlich für das Produkt selbst haben. Ist die Klickrate schlecht, sollte versucht werden, sich weiter oben im Funnel anzuordnen und erstmal Awareness zu stiften – siehe Tipp 2.

Tipp #4: Auf die richtigen Kennzahlen achten

Grundsätzlich sollte, wenn das Keyword wenig Traffic hat, nicht auf Conversion-Kennzahlen optimiert werden, sondern vielmehr auf Klicks und Klickrate, welche auch den Upper Funnel eher repräsentieren. Des Weiteren eignen sich auch Kennzahlen in Google Analytics sehr gut, welche die Seiteninteraktion messen wie etwa die Absprungrate oder die Verweildauer.

Tipp #5: Mit Zielgruppen arbeiten

Identifiziere die Zielgruppe. Wo hält sich diese auf? Nutze die Chance und schalte beispielsweise Display-Werbung auf themennahen Webseiten der Zielgruppe – wie in unserem Beispiel Travel-Seiten oder Seiten und Blogs für Extrembergsteiger. Siehe auch Tipp 2 zum Branding.

Tipp #6: Anzeigen passend formulieren

Die Textanzeigen sollten so passend wie möglich für die Zielgruppe definiert werden, sodass deren Bedürfnis aufgegriffen wird. Binden Sie das Fokus-Keyword in die Anzeige mit ein. In unserem Fall möglicherweise “Der Trekking-Rucksack mit doppelt so viel Platz”.

Tipp #7: Keyword Match-Type

Wenn die Keywords den Status “geringes Suchvolumen” erhalten, deaktiviert Google die Keywords vorerst. In diesem Fall kann es helfen, das Keyword mit dem Keyword Match-Type als Broad Match Modifier (BMM) anzulegen, um eine Ausspielung überhaupt zu ermöglichen.
Sobald aber die Anzahl an Suchanfragen auch nur minimal ansteigt, werden die Keywords wieder aktiviert. Gerade bei neuen Begriffen und Produkten, wie etwa unserem speziellen Trekking Rucksack, ist es nützlich, die wöchentliche Prüfung seitens Google abzuwarten, da diese manchmal nur etwas Zeit brauchen, um sich im Markt zu etablieren (z.B. durch Branding bei Display-Kampagnen).

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Eine weitere Möglichkeit, die eingebuchten Keywords zu erweitern, wäre, nicht alle Keywords als BMM einzubuchen, sondern diese nur mit Broad Match zu kombinieren. Beispielsweise +trekking +rucksack geräumig. Wenn geräumig ein Wort ist, das Google gut versteht und interpretieren kann, wird Google automatisch Synonyme dafür finden. Das eignet sich auch für geographische Angaben sehr gut wie beispielsweise +trekking +rucksack +für bangkok. So kann Google auch für Bangkok geographische Alternativen finden.

Tipp #8: RLSA nutzen

Wenn wie in Tipp 2 erläutert durch Display Kampagnen und andere Anzeigen Klicks generiert werden, können die Nutzer, welche dann auf die Webseite kommen, mit einer RLSA-Anzeige im Suchnetzwerk zusätzlich abgefangen werden. Bei diesen ist auch die Wahrscheinlichkeit eines Kaufes höher, da sie bereits einmal auf der Webseite waren.

Fazit

Auch wenn Keywords wenig Suchvolumen haben, gibt es einige Möglichkeiten, wie diese doch beworben werden können – beispielsweise mit Display-Kampagnen zur Stiftung von Brand Awareness. Für alle Keywords mit wenig Suchvolumen – einfach mal die verschiedenen oben genannten Möglichkeiten austesten.

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Titelbild Quelle: ©Wokandapix – Pixabay.com

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