Das Aus für viele Werbetreibende?

Neues Mindestbudget bei Google Ads kommt noch dieses JahrLesedauer: ca. 2 Min

Letzte Aktualisierung:

Paukenschlag bei Google Ads: Wie der Internetriese aus Kalifornien am 30. März mitteilte, wird die Anzeigenschaltung bei Google Ads für Unternehmen künftig an einen Mindestwerbeausgabenbeitrag in Höhe von EUR 25.000 pro Monat gekoppelt sein. Wie zu erwarten, reagierte die deutsche Onlinebranche verärgert bis entsetzt über die Ankündigung des US-amerikanischen Medienunternehmens.

Nutzerfreundlichere Werbung durch hohe Budgets

„Wir glauben, dass mit dem einheitlichen Mindestbetrag der monatlichen Werbeausgaben die Anzeigen werbetreibender Unternehmen in Zukunft noch leistungsfähiger und nutzerfreundlicher ausgespielt werden“, so ein Google Mitarbeiter auf Nachfrage. Konkrete Verbesserungen der Nutzungserfahrung nannte Google zum Zeitpunkt der Ankündigung zunächst nicht. Experten der Onlinebranche mutmaßen jedoch, dass das Unternehmen aus Silicon Valley mit diesem Schritt beabsichtigt, die zunehmende Automatisierung von Google Ads weiter voranzutreiben.

Für kleine bis mittlere Unternehmen könnte diese Ankündigung gravierende Folgen haben. Da die monatlichen Werbeausgaben zahlreicher kleiner und mittelständischer Unternehmen bei nur einem Bruchteil des von Google in Zukunft aufgerufenen Mindestbeitrags liegen, besteht für diese Unternehmen die Gefahr, künftig von der Anzeigenschaltung auf Google ausgeschlossen werden. Insbesondere für kapitalschwache Start-Ups, deren Existenz und Erfolg maßgeblich von der Anzeigenschaltung auf Google abhängig sind, könnte die neue 25.000 Euro-Hürde das geschäftliche Aus bedeuten. „Uns ist bewusst, dass dieser Schritt vereinzelte Marktteilnehmer benachteiligt, jedoch sind wir nach eingehender Prüfung der Situation der Überzeugung, dass die neue Mindestbudgetregelung für den Großteil der Nutzer und Werbetreibenden eine angenehmere, transparentere und effizientere Erfahrung auf Google ermöglicht“, erklärte das kalifornische Unternehmen, das in Deutschland derzeit etwa 1.200 Mitarbeiter beschäftigt.

Umsetzung der Maßnahme beginnt womöglich noch dieses Jahr

Für den Start des angekündigten Mindestbeitrags der monatlichen Werbeausgaben gibt es derzeit noch kein konkretes Datum. „Wir rechnen mit einer Umsetzung in Q3 2019“, so ein Vertreter des Suchmaschinengiganten. „Bis spätestens Ende 2020 jedoch sollten sämtliche Accounts so umgestellt sein, dass die Anzeigenschaltung auf Google nur noch nach dem zum Monatsanfang abgebuchten Mindestwerbeausgabenbeitrags möglich ist.“ Zusätzliche Ausgaben die über diesen Sockelbeitrag hinausgehen, werden Werbetreibenden laut Google zum Monatsende in Rechnung gestellt.

 

Lesen Sie auch:  Das perfekte Keyword-Gebot

Titelbild: charley taylor / shutterstock.com

Neues Mindestbudget bei Google Ads kommt noch dieses JahrLesedauer: ca. 2 Min
5 (100%) 3 votes

Kommentare geschlossen.

Ihre Meinung zu diesem Artikel?

Diskutieren Sie mit uns auf Facebook, LinkedIn oder Xing.