Suchmaschinenoptimierte PDF-Dateien

8 SEO Tipps für PDF-DateienLesedauer: ca. 4 Min

9. Mai 2017

In vielen Fällen macht es Sinn, Inhalte als PDF (anstatt in HTML-Format) zur Verfügung zu stellen, denn auch PDF-Dateien können in Suchmaschinen gefunden werden. 

In diesem Artikel erfahren Sie:

  • wie Sie Ihr PDF für Suchmaschinen optimieren können,
  • was Sie beim Einbinden der Datei beachten sollten,
  • wann es empfehlenswert ist, dem Nutzer ein PDF bereitzustellen

Grundsätzlich kann der Inhalt eines PDF-Dokuments von Google gelesen und indexiert werden – wenn das PDF folgende Voraussetzungen erfüllt: Der Text wird nicht in Form eines Bildes dargestellt. Und: Das PDF ist weder durch ein Passwort geschützt noch verschlüsselt.

Tipps für suchmaschinenoptimierte PDF-Dateien

Folgende acht Tipps helfen Ihnen, ein möglichst erfolgreiches Ranking zu erzielen:

  1. Dateiname: Wählen Sie einen individuellen, auf den Inhalt angepassten und verständlichen Dateinamen, der das Hauptkeyword enthält. Verwenden Sie im Dateinamen keine Unterstriche oder Umlaute und ersetzen Sie Leerzeichen durch Bindestriche. Übrigens: Der Dateiname des PDFs wird auch in den Suchergebnissen angezeigt, wie folgendes Beispiel zeigt:Dateiname des PDFs im Snippet
  2. Ablageort: Um Ihre Datei für Google möglichst leicht auffindbar zu machen, sollten Sie darauf achten, das Dokument innerhalb einer hierarchischen, aber flachen Ordnerstruktur abzulegen.
  3. Titel: Im besten Falle zeigt Google den Titel Ihrer PDF-Datei in der ersten Zeile des Snippets an. Der optimale Titel, den Sie bei der Erstellung des PDFs festlegen können, ist daher möglichst präzise und inhaltsreich. Die Anzahl von 57 Zeichen sollte jedoch nicht überstiegen werden.
  4. Überschrift: Geben Sie Listen und Tabellen mit vielen Zahlen sowie Bildern eine aussagekräftige Überschrift bzw. Bildunterschrift. Auf diese Weise erleichtern Sie Google das Lesen Ihrer PDF-Datei.
  5. Datei- und Bildgröße: Um die Downloadzeit der PDF-Datei so gering wie möglich zu halten, komprimieren Sie Ihre PDF-Datei vor dem Upload, – beispielsweise mit smallpdf.com oder pdfcompressor.com. Enthält Ihr PDF Bilder, so sollten Sie aus diesem Grund auch auf eine angemessene Bildgröße achten. Ein empfehlenswertes Tool zur Verkleinerung von Bilddateien ist zum Beispiel TinyJPG.
  6. Links: Da Suchmaschinen die Inhalte einer PDF-Datei ähnlich behandeln wie HTML-Inhalte, sind auch Links ein wichtiger Faktor für ein erfolgreiches Ranking. Denken Sie daher an interne wie externe Verlinkung!
  7. Vermeiden Sie Duplicate Content: Der Inhalt Ihrer PDF-Datei sollte sich vom Text der Website und dem anderer PDFs unterscheiden. Sollte dies – aus welchen Gründen auch immer – nicht möglich sein, empfiehlt es sich, einen entsprechenden Canonical-Tag zu setzen.
  8. Keywords: Zu guter Letzt, achten Sie unbedingt darauf, dass Ihr PDF alle relevanten Keywords enthält. Hauptkeywords sollten zudem auch im Titel der PDF-Datei, im Dateinamen sowie in allen Überschriften verwendet werden. Aber auch hier gilt: Kein Keyword-Stuffing!
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PDF statt HTML? – Die Vor- und Nachteile einer PDF-Datei

Die Vorteile einer PDF-Datei liegen auf der Hand: Ein PDF kann heruntergeladen werden und vom User zu jedem späteren Zeitpunkt geöffnet und gelesen werden oder bei Bedarf an Interessierte weitergeschickt werden. Ein weiterer Aspekt ist die Unveränderlichkeit einer PDF-Datei: Der Inhalt einer PDF-Datei sowie dessen Formatierung können von niemandem nachträglich bearbeitet oder abgeändert werden. Möchten Sie zum Beispiel eine Pressemitteilung oder ein bestimmtes Formular bereitstellen, so ist dies natürlich ein echter Pluspunkt!

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Diese fehlende Bearbeitungsmöglichkeit kann aber, je nach Inhalt, auch zum Nachteil werden. Denn sollten Sie im Nachhinein Anpassungen oder Korrekturen vornehmen möchten, muss das PDF neu erstellt und hochgeladen werden. Des Weiteren fallen viele gängige Möglichkeiten, die Sie in HTML bezüglich der Suchmaschinenoptimierung von Bildern haben, für die Bilder Ihres PDFs weg – und somit auch nicht zu unterschätzende Faktoren für ein möglichst gutes Ranking in den Suchergebnissen. Beachten Sie außerdem, dass Sie in einem PDF nicht die Möglichkeit haben, einen externen Link mit dem „nofollow“-Attribut zu versehen.

PDF-Dateien nur für geeigneten Content verwenden

Die Vor- und Nachteile einer PDF-Datei machen deutlich: Es sollte von Fall zu Fall individuell entschieden werden, in welchem Format – HTML oder PDF – der Inhalt idealerweise bereitgestellt wird. Oder in anderen Worten: Es muss Sinn machen, genau diesen Inhalt als PDF einzubinden – eben weil der User den Inhalt zum Beispiel herunterladen, ausdrucken, verschicken etc. möchte oder soll.

Geeignete Inhalte für ein PDF sind zum Beispiel:

  • Produktinformationen und Handbücher
  • Listen und Checklisten
  • Newsletter, Pressemitteilungen, Firmenmagazine
  • Formulare
  • wissenschaftliche Texte (sofern Sie für Ihre Zielgruppe relevant, verständlich und geeignet sind)
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Fazit

Inhalte als PDF aufzubereiten, kann oft sinnvoll sein. Werden einige wichtige Punkte beachtet, können Sie mit Ihrem PDF von den Suchmaschinen gefunden werden. Da Google mit PDF-Dateien nicht viel anders umgeht, als mit Inhalten im HTML-Format, sind die Maßnahmen zur Suchmaschinenoptimierung von PDF-Dateien denen zur Optimierung von HTML sehr ähnlich.

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